Überblick
In Thailand endet die buddhistische Fasten- und Einkehrzeit, die in die Monsunmonate fällt, mit fröhlichen Lichterfesten. Eine besonders anmutige Form findet sich in Bang Phli in der Provinz Samut Prakan, im Mündungsdelta des Chao Phraya südlich von Bangkok. Dort feiert man Yon Bua, auch Rap Bua genannt, das Fest des Lotus-Werfens.
Während der Regenzeit ist hier der Lotus in großer Zahl gewachsen. Nun dient er dazu, das Ende der düsteren Jahreszeit zu feiern.
Das Lotus-Werfen
Am Vortag von Ok Phansa, dem Ende der Fastenzeit, wird eine verehrte Buddha-Statue auf einem geschmückten Boot über den Kanal von Bang Phli gefahren. Am Ufer stehen dicht gedrängt die Gläubigen. Wenn das Boot vorbeizieht, werfen sie Lotusblüten hinein. Fällt eine Blüte auf das Boot, gilt das als gutes Omen.
Der Name sagt es: Yon Bua bedeutet den Lotus werfen, Rap Bua den Lotus empfangen. Tausende Blüten treiben dabei auf dem Wasser und geben dem Fest sein unverwechselbares Bild.
Die Statue Luang Pho To
Verehrt wird eine Nachbildung der Statue Luang Pho To aus dem örtlichen Tempel Wat Bang Phli Yai Nai. Ihr wird besondere Kraft zugeschrieben, weshalb viele Menschen aus der Umgebung zum Fest kommen, um Segen zu erbitten.
Reisezeit und Tipps
Yon Bua liegt im Oktober, am Vorabend von Ok Phansa zum Vollmond des elften Mondmonats. Der Kanal und seine Ufer sind an diesem Tag sehr belebt.
Zum selben Anlass feiern Thailand das Loy Krathong und Laos das Lichterfest Boun Ok Phansa.